Preissystem Strom

Klare Strukturen für die Abrechnung

FAIRE BEDINGUNGEN FÜR JEDEN NUTZER

Die Netzentgelte basieren nach Struktur und Höhe auf den Grundsätzen des Energiewirtschaftsgesetzes und den Netzentgeltverordnungen Strom und Gas. Unser Preissystem ist nach dem Kostenverursachungsprinzip gestaltet, d. h. jeder Nutzer des Netzes der EnergieNetz Mitte GmbH zahlt nur die von ihm in Anspruch genommenen Leistungen. Anhand unserer Preisblätter haben Sie die Möglichkeit, das für Sie relevante Netzentgelt, welches die EnergieNetz Mitte für die Netznutzung in Rechnung stellt, zu ermitteln. Die EnergieNetz Mitte garantiert allen Kunden eine diskriminierungsfreie Netznutzung.

Danach gilt für jeden Netzkunden:

Alle am Netz der EnergieNetz Mitte angeschlossenen Netzkunden werden über das Netzentgelt an den Netzkosten beteiligt. Es beinhaltet neben der Nutzung der Netzinfrastruktur auch alle Systemdienstleistungen sowie den Verlustausgleich.

Für jede Netznutzung ist neben dem Netzentgelt auch ein Entgelt für den Messstellenbetrieb, die Messung und Abrechnung zu zahlen. Individuelle Sonderleistungen der EnergieNetz Mitte werden separat berechnet. Hinzu kommen die Konzessionsabgabe sowie alle gesetzlichen Umlagen. 

Die EnergieNetz Mitte ist berechtigt, notwendige Anpassungen des Netzentgeltes wegen Einführung, Änderung oder Wegfall von Steuern, Abgaben oder anderer direkter oder indirekter öffentlich-rechtlicher oder sonstiger Belastungen vorzunehmen, die für die Bestimmung der Netzentgelte maßgebend waren. Dies gilt auch bei Änderung der Grundlagen zur Bestimmung der Netzentgelte.

Preisbestandteile

Die Netzentgelte beinhalten folgende Leistungen:

  • Nutzung der Netzinfrastruktur
  • Systemdienstleistungen
  • Verlustenergieausgleich

Kunden mit registrierender Leistungsmessung

Die Preise für die Netznutzung von Kunden mit registrierender Leistungsmessung sind in Abhängigkeit von der Benutzungsdauer im Preisblatt angegeben. Der Preis pro Spannungsebene ist in einen Leistungs- und Arbeitspreis unterteilt.

Kunden ohne registrierende Leistungsmessung

Das Preisblatt „ohne registrierende Leistungsmessung“ gilt für Kunden im Niederspannungsnetz ohne Lastgangzählung, wenn ihre Leistung 30 kW oder 100.000 kWh nicht überschreiten. Das Netzentgelt wird auf Basis der beim Kunden nachvollziehbaren Größe „Jahreswirkarbeit“ ermittelt. Daher erfolgt keine Unterscheidung nach Bedarfsarten (Haushalt, Landwirtschaft sowie gewerblichem, beruflichem oder sonstigem Bedarf).

Da das Entnahmeverhalten des Kunden nicht bekannt ist, erfolgt die Einspeisung anhand repräsentativer Standard-Lastprofile, d. h. im Voraus festgelegter fortlaufender 1/4h-Werte. Je nach Bedarfsart werden dabei verschiedene Lastprofile verwendet, um ein möglichst genaues Abbild des Verbrauchsverhaltens des Kunden zu erreichen. Bei der EnergieNetz Mitte werden zur Belieferung von Kunden ohne registrierende 1/4h-Leistungsmessung die Standardlastprofile der BDEW verwendet.

Kunden mit Eigenerzeugung können Reservenetzkapazität bestellen, soweit sie bei einem Ausfall ihrer Eigenerzeugungsanlage Reservestrom über das Netz der EnergieNetz Mitte beziehen möchten.

Zusätzlich zu den oben angegebenen Preisen werden folgende Preise berechnet:

Die Messeinrichtungen an der Entnahmestelle des Kunden dienen zur Erfassung und Registrierung der in Anspruch genommenen Leistung (nur bei Kunden mit registrierender Leistungsmessung) sowie der entnommenen Energie. Der Preis für die Bereitstellung der beim Kunden erforderlichen Messeinrichtungen, deren Ablesung, die Zählwertbereitstellung und die Abrechnung finden sie im dazu gehörigen Preisblatt.

Im Rahmen der Erbringung der Systemdienstleistungen wird ein Blindstrombedarf bei einem cos phi von größer 0,9 induktiv gedeckt. Die EnergieNetz Mitte ist berechtigt Messeinrichtungen zur Erfassung des Blinstrombedarfs einzubauen. Bei einer Unterschreitung des cos phi von 0,9 induktiv stellt die EnergieNetz Mitte die im Preisblatt aufgeführten Entgelte in Rechnung.

Die Höhe der Konzessionsabgabe richtet sich nach der jeweils geltenden Konzessionsabgabenverordnung und nach den mit der betreffenden Gemeinde
bzw. Stadt vereinbarten Abgabesätzen.

Es ist zu beachten, dass etwaige Mehrkosten gemäß Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, Offshore-Haftungsumlage, § 19 StromNEV-Umlage, Umlage für abschaltbare Lasten und ggf. weitere Umlagen und Umsatzsteuer zusätzlich berechnet werden. 

Unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen sind ortsfeste elektrische Heizgeräte zum Zwecke der Raumheizung und Warmwasserbereitung in der Niederspannung, deren Energieaufnahme über geeignete Schaltvorrichtungen ausschließlich durch die EnergieNetz Mitte freigegeben oder unterbrochen wird. Unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen im Sinne dieser Definition sind:

  • Elektro-Speicherheizungen
    • Elektro-Speichergeräteheizungen
    • Elektro-Fußbodenspeicherheizungen
    • Elektro-Zentralspeicherheizungen
  • Elektro-Wärmepumpen
  • Gesteuerte Elektro-Direktheizungen
  • Gesteuerte Elektro-Warmwasserspeicher

Die Preise für die Netznutzung für unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen finden Sie im Preisblatt.

Weitere Details zur Netznutzung von unterbrechbaren Verbrauchseinrichtungen (Lastprofile, Abwicklung, etc.) erhalten Sie unter: 

Netznutzung@EnergieNetz-Mitte.de