Schwachlastregelungen

Die Möglichkeiten für Sie im Überblick

Schwachlastregelung

Auf Wunsch des Lieferanten wird zusätzlich die Schwachlastregelung mit folgenden Bestimmungen angewandt:

Die Schwachlastzeit wird vom Netzbetreiber festgelegt und kann von ihm mit angemessener Vorankündigung geändert werden. Mit Ausnahme der nachfolgend aufgezeigten Sonderregelungen gilt im Netzgebiet der EnergieNetz Mitte GmbH täglich eine Schwachlastzeit von 22:00 bis 06:00 Uhr.

Abweichende Schwachlastzeiten

Ort Vorgel. Netzbetreiber Schwachlastzeit
Ortsteile Bodes und Fischbach in 36282 Hauneck ÜWAG Netz GmbH 20:30 bis 06:30 Uhr
Ortsteil Erdmannrode in 36277 Schenklengsfeld ÜWAG Netz GmbH 20:30 bis 06:30 Uhr
Stadtteil Wichmannshausen in 36205 Sontra Stadtwerke Eschwege GmbH 21:00 bis 06:00 Uhr
Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Westnetz GmbH 23:00 bis 05:00 Uhr

Die während der Schwachlastzeit bezogene elektrische Arbeit (Schwachlastarbeit) wird durch einen Zweitarifzähler gemessen und gesondert angezeigt. Die Umschaltung des Zweitarifzählers erfolgt in der Regel durch Rundsteuerung (bzw. Schaltuhren). Schaltuhren werden nicht auf Sommerzeit umgestellt.

Beliefert der Lieferant Tarifkunden im Sinne der Konzessionsabgabenverordnung im Rahmen eines Schwachlasttarifs oder der dem Schwachlasttarif entsprechenden Zone eines zeitvariablen Tarifs (Schwachlaststrom), wird der Netzbetreiber mit dem Netzentgelt für Entnahmen im Rahmen eines Schwachlasttarifs bzw. zeitvariablen Tarifs nur den nach § 2 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 Konzessionsabgabenverordnung maximal zulässigen Höchstbetrag an Konzessionsabgabe vom Lieferanten fordern.

Besondere Regelungen und Voraussetzungen

Der Netzbetreiber ist berechtigt, vom Lieferanten vorab einen entsprechenden Nachweis über die Kunden, die mit einem Schwachlasttarif abgerechnet werden, zu erhalten. Weiterhin ist das Vorhandensein eines Schwachlasttarifs Voraussetzung, der in der Preisspreizung größer ist, als die Differenz zwischen der hohen gemeindegrößenabhängigen Konzessionsabgabe (KAV § 2 (2) Nr.1b) und der Konzessionsabgabe für Lieferungen in der Schwachlastzeit (KAV § 2 (2) Nr.1a).

Dieser Nachweis ist auf Verlangen und nach Wahl des Netzbetreibers vor Belieferung in geeigneter Form (z. B. Kundenverträge oder Wirtschaftsprüfertestat) zu erbringen. Voraussetzung neben der GPKE-konformen Meldung ist, dass an der betreffenden Entnahmestelle der Schwachlast-Verbrauch gemäß den veröffentlichten Schwachlastzeiten des Netzbetreibers gesondert gemessen wird; eine rechnerische Ermittlung der Schwachlastmenge sowie eine rückwirkende Verrechnung ist ausgeschlossen.